
Warum der Heizstrahler im Badezimmer eigentlich ein Feind von Schimmel ist
Die meisten Menschen betrachten diese Heizstrahler im Badezimmer einfach als Mittel gegen das Frösteln, wenn man aus der Dusche kommt. Doch aus meiner Sicht sind sie eigentlich Werkzeuge zur Kontrolle der Feuchtigkeit.
Sicherlich ist die IP44-Klassifizierung wichtig – das bedeutet im Grunde, dass die Innereien des Geräts auch bei Nässe trocken bleiben. Doch der eigentliche „Zauber“ liegt im Licht selbst.
Entfernung der Feuchtigkeit
Wir verwenden Kurzwellen-Infrarotlicht. Anstatt die Luft zu erwärmen – was meist dazu führt, dass die Wärme wieder entweicht – zielt dieses Licht direkt auf die Wassermoleküle. Dadurch werden Wände und Decken von innen heraus erwärmt.
Das ist wichtig, denn wenn die Wände warm bleiben, kann sich kein Wasser dort ansammeln. Und ohne Kondenswasser haben Schimmelsporen nichts zu fressen – sie können also nicht wachsen.
Der trade-off
Da wir diese Geräte gut abdichten müssen, damit sie vor Feuchtigkeit geschützt sind, kann die Luft nicht frei durch den Gehäusefluss. Um das zu umgehen, verwenden wir hochwertiges Quarzglas. Dieses Glas kann große Temperaturunterschiede aushalten, ohne zu zerbrechen.
Der Vorteil: Das Gerät heizt schnell auf – wirklich sehr schnell.
Der Nachteil: Das Gehäuse wird heiß. Man sollte daher beim Aufhängen genug Abstand lassen, damit die Farbe oder der Gipsputz nicht beschädigt werden.
Eine kleine Hilfestellung
Betrachten Sie diese Lampen als zusätzliches Entfeuchtergerät. Sie bekämpfen die „kalten Stellen“ in den Ecken des Raumes, an denen die Lüftungsanlage normalerweise versagt. Dadurch bleiben Fugen und Silikonabdeckungen sauber – ohne dass man jedes Wochenende chemische Mittel verwenden muss.
Wenn ich an Ihrer Stelle wäre, würde ich diese Lampen mit einem Timer verbinden. Lassen Sie sie etwa 15 Minuten lang laufen, nachdem Sie geduscht haben. So wird die überschüssige Feuchtigkeit aus dem Raum entfernt – alles bleibt trocken und frisch.